Energiedienstleistungen spielen für EWA-energieUri seit der Gründung im Jahr 1895 eine zentrale Rolle. «Bereits zu Beginn unserer Unternehmensgeschichte haben wir nicht nur Strom produziert und verteilt, sondern auch für unsere Kundinnen und Kunden Energiedienstleistungen erbracht», erklärt Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung, und ergänzt: «Dieser damals visionäre Ansatz eines integrierten Geschäftsmodells wird noch heute verfolgt und konsequent weiterentwickelt.»
Die 10 Gesellschaften der EWA-energieUri-Gruppe beschäftigen 369 Mitarbeitende, darunter 75 Lernende in 14 Berufsbildern. Neben der Energieversorgung mit Strom aus lokaler Wasserkraft und Photovoltaik sowie erneuerbarer Wärme/Kälte bietet das Unternehmen seinen Kunden auch integrierte Gesamtenergielösungen sowie Elektrogebäudetechnik, Kraftwerks- und Netzdienstleistungen und ICT-Services an. Das Unternehmen sieht sich aufgrund dieses Produkt- und Dienstleistungsportfolios für die künftigen Herausforderungen gewappnet: «Wir sind dank diesem integrierten Geschäftsmodel optimal aufgestellt. Nicht nur für die Energiewende, sondern auch die Wärme- und die Mobilitätswende.» Ausserdem stärke dieses integrierte Geschäftsmodell auch die Resilienz des Unternehmens gegenüber Marktpreisschwankungen.»
Dieser Ansatz eines diversifizierten Produkt- und Dienstleistungsportfolios rückt auch für viele andere Energieversorgungsunternehmen (EVU) mehr und mehr in den Fokus. Grund dafür sind die Megatrends der Energiewirtschaft: Dezentralisierung (die Stromproduktion erfolgt zunehmend dezentral), Digitalisierung (Prozesse und Anwendungen werden digitalisiert) und Dekarbonisierung (fossile Energieträger werden durch erneuerbare Energien ersetzt). Diese Trends sind für EVU neben allen Chancen auch mit Risiken verbunden und haben verschiedene Auswirkungen:
- Druck auf traditionelle Geschäftsmodelle (Wertschöpfung erfolgt mehr und mehr «behind the Meter», Neudefinition der herkömmlichen Versorgerrolle ist gefragt, Dienstleistungsgeschäft gewinnt an Bedeutung)
- Versorgungssicherheit und zuverlässige Lieferketten rücken in den Fokus
- Aus- und Weiterbildung und Gewinnung von Mitarbeitenden als Erfolgsfaktor