Ivo Schillig ist Direktor der Energieforschungsstiftung Alpines Energieforschungscenter (AlpEnForCe). Er setzt sich mit Strategieprozessen von Energieunternehmen auseinander – und verwendet dabei unterstützend die Energiewelten.
Herr Schillig, wie kann der Energieweltenbericht ein Unternehmen in der Praxis unterstützen?
Unser Hauptziel ist es, die Leute zum Denken zu bringen und für Zukunftstrends zu sensibilisieren. Aus den Energiewelten lassen sich Entscheidungen ableiten. Denn der VSE macht mit dem Trend 2035 eine klare Ansage, wie er die Zukunft sieht.
Die Rede ist zwar von einem «breiten Entwicklungskorridor». Lassen sich daraus überhaupt klare Aussagen ableiten?
Ja. Ein Unternehmen sieht schliesslich seine eigene Einschätzung der Energiezukunft, jene des Verbandes sowie die Einschätzung seiner Mitstreiter als Gesamtheit. Die Zeiten, wo man als EVU alle 10 Jahre eine Strategie machen konnte, sind vorbei – das sollte nun besser jährlich geschehen. Erfasste Trends lassen sich immer als Gefahren und Chancen sehen. Dazu gibt es passende Technologien...und schon rückt ein Businessplan in greifbare Nähe.